Riot - Strike - Riot. Vortrag und Diskussion mit Achim Szepanski am 19. Juni

06.06.2018

„Eine Theorie von Riots ist eine Theorie der Krise“, schreibt Joshua Clover in seinem Buch „Riot. Strike. Riot.“ (2016). Clichy-sous-Bois, Ferguson, Tottenham, Baltimore werden darin als Kämpfe gegen Staat und Kapital erklärt. Gewöhnlich werden solche Aufstände lediglich im Kontext von Gewalt, Mangel und Defizit begriffen, werden zu willkürlichen Akten des Krawalls und Chaos reduziert. Clover arbeitet jedoch heraus, dass solche Aufstände zunächst vor allem die Erfahrung von Ausschluss anzeigen - und die Affekte und Instrumente, die damit einhergehen: Der Riot ist nicht reine Randale gewalttätiger Krawallmacher und Chaoten, sondern ein Teil der Zirkulationskämpfe der Entrechteten und Verarmten auf der ganzen Welt. Achim Szepanski analysiert in seinem Vortrag mit Clover unter anderem die Protestaktionen gegen den G-20 Gipfel. Er wendet sich damit auch dezidiert gegen das Urteil bestimmter Linker „Riot = Gewalt“ und stellt eine Theorie des Aufstands vor.

Achim Szepanski, Schriftsteller, Publizist, Musiker und Leiter des Labels „milles plateaux“ setzt sich in seiner Arbeit mit Kapitalismus, Alltag, Krise und musikalischen Landschaften auseinander.

Dienstag, 19. Juni, 2018 - 19:00 Freiburg, Adlerstraße 12, Strandcafé