Werkblockade bei Iveco in Weisweil

04.10.2012

Bei der Fiat-Tochter Iveco in Weisweil brodelt es seit einiger Zeit: Nach einer strategischen Entscheidung, das Werk in Weisweil zugunsten des Werkes in Ulm zu schließen hat sich der Konzern Verhandlungen mit der Gewerkschaft IG Metall entzogen, indem er klar gemacht hat, dass sein Entlassungsangebot nicht verhandelbar sei. Damit hat er möglichen Verhandlungen jede Grundlage entzogen. Konsequenterweise wollte die IG Metall auf diesen Angriff von oben reagieren und über einen Streik abstimmen lassen. Daraufhin ging Iveco einen Schritt weiter: Um den Streik nutzlos zu machen und den Beschäftigten ihr letztes Kampfmittel zu nehmen, hat Iveco am vergangenen Freitag, 28.9., versucht, sämtliche Maschinen des Werkes abzutransportieren. Die Iveco-Beschäftigten konnten dies jedoch durch eine spontane Blockadeaktion über das Wochenende verhindern und haben mittlerweile eine Wache am Werkstor eingerichtet. Während der Konzern vordergründig über die Presse Gesprächsbereitschaft und Einigungsgeist vorgaukelt, führt er verdeckt den Klassenkampf von oben.

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