Stadtbericht 2005

01.01.2005

Feat.: Proteste gegen Studiengebühren, Kampf der Schattenparker ...

Mo 03.01.\ Agenturschluss auch in Freiburg: Etwa 150 DemonstrantInnen\ belagern die Freiburger Arbeitsagentur. Als die AktivistInnen versuchen\ in die Agentur zu gelangen, kommt es zu einem kurzem Gerangel mit der\ Polizei.

Mo 03.01.\ Zur 20. Montagsdemo gibt es ein Fest auf dem Rathausplatz.

Mo 10.01.\ Eine Woche nach dem Agenturschluss wird die Freiburger\ Agentur für Arbeit mit Farbbeuteln beworfen.

Mo 10.01.\ Es geht immer weiter: Montagsdemo.

Di 11.01.\ Etwa 100 Menschen protestieren mit einem Aktionstag gegen die\ Pläne der Stadtverwaltung die ursprünglich zugesagten Mittel für das\ Jugendzentrum \"Chummy\" doch zu streichen.

Mi 12.01.\ Auch in Freiburg kommt es im Rahmen einer bundesweiten\ Razzia gegen Islamisten zu Durchsuchungen in 10 Objekten mit 4\ Festnahmen. Diesen wird vorgeworfen Pässe zur illegalen Einreise\ gefälscht zu haben.

Mo 17.01.\ Montagsdemo.

Fr 21.01.\ Wissenschaftsminister Frankenberg besucht Freiburg. Dies löst\ erwartungsgemäß Proteste von Studierenden aus. Aus diesem Grund wird die\ geplante Veranstaltung mit dem Minister an der PH abgesagt. Der Versuch\ ihn mit einer Sitzblockade zu Diskussionen über Studiengebühren zu\ zwingen, endet mit einer kurzzeitigen Festnahme.

Mo 24.01.\ Die 23. Montagsdemo.

Mo 24.01.\ Montagsdemo.

Mi 26.01.\ Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgericht, das allgemeine\ Studiengebühren erlaubt, protestieren mehr als 600 Studierende in einer\ Vollversammlung und einer anschließenden Spontandemo gegen die\ Entscheidung. Es werden auch weitere Proteste beschlossen, die ihren\ bundesweiten Höhepunkt im Mai zusteuern sollen.

Mo 31.01.\ Like every week: Montagsdemo.

Mo 07.02.\ Rosenmontagsdemo!

Di 08.02.\ Vor der Mensa protestieren Studierende mit einem \"Die-in\"\ gegen den Irak Krieg und den Deutschland Besuch des US-Präsidenten\ George W. Bush.

Mi 09.02.\ Studiprotest in der Innenstadt: Betteln für die Bildung.

Do 10.02.\ Die Proteste gehen weiter: Heute findet ein öffentliches\ Simultan Referat statt, um Zeit zu sparen und drei Vorlesungen auf\ einmal verfolgen zu können. Etwa 30 Studierende beteiligen sich.

Sa 12.02.\ Mit einem \"Totentanz der Kultur\" protestiert die Freiburger\ Kulturszene gegen die geplanten Kürzungen im städtischen Etat. Dieser\ Protest soll von nun an an jedem Samstag bis zum 19. April, an dem der\ Haushalt im Gemeinderat verabschiedet werden soll, durchgeführt werden

Sa 12.02.\ Etwa 150 TeilnehmerInnen der Jugendaktion vom Hilfswerk\ Misserior und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend demonstrieren\ unter dem Motto \"Medikamente für Alle - Menschenleben vor Profit!\"

Mo 14.02.\ Die 25. Montagsdemo protestiert gegen 1 Euro Jobs.

Fr 18.02.\ Die Stadtverwaltung verfügt die Räumung der Schattenparker\ Wagenburg. Innerhalb von zwei Wochen soll der Platz in St. Georgen\ geräumt sein. Ein Ersatzgelände wird nicht angeboten.

Sa 19.02.\ \"Kulturpolitische Jahresveranstaltung\" des Bundes der\ Vertriebenen in Bad Krotzingen. Dabei wird der Tschechoslowakische\ Ministerpräsident Benes als \"einer der großen Verbrecher des 20.\ Jahrhunderts\" bezeichnet, die Anschläge am 11.09.2001 in New York mit\ der Bombardierung Freiburgs verglichen und von \"vertriebenen Deutschen\ als rechtlose Sklaven, die in Konzentrationslagern gefangen gehalten\ wurden\" gesprochen. Trotzdem gibt es gegen diese\ geschichtsrevisionistische Veranstaltung keine Proteste.

Sa 19.02.\ \"2. Totentanz der Kultur\".

Mo 21.02.\ Wieder Montagsdemo.

Mo 21.02.\ ver.di protestiert mit einer Protestwoche gegen die Weigerung\ der Länder den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes, den der Bund und\ die Kommunen mit ver.di verhandelt haben, zu übernehmen. In Freiburg\ beginnen die Proteste mit einem Warnstreik des Studentenwerks.

Di 22.02.\ Heute protestieren die Angestellten der Uni-Verwaltung.

Di 22.02.\ Etwa 120 DemonstrantInnen protestieren gegen den Besuch des\ US-Präsidenten George W. Bush in Mainz.

Do 24.02.\ Als Abschluss der ver.di Aktionswoche folgt eine Kundgebung\ mit etwa 200 TeilnehmerInnen im Uni Innenhof. Der ver.di Chef für die\ Region Südbaden droht dabei mit Streik.

Sa 26.02.\ Da sich diesen Samstag nur noch vier Kulturschaffende am\ Totentanz der Kultur beteiligen, ist diese Aktionsform gegen die\ Kürzungspläne der Stadt, die eigentlich bis zur entscheidenden\ Gemeinderatssitzung am 19.04. gehen sollte, schon wieder beendet.

Mo 28.02.\ Mehr Ausdauer zeigt dagegen die Montagsdemo.

Mo 07.03.\ Wie immer: Montagsdemo.

Di 08.03.\ Wie schon traditionell üblich präsentieren sich zum\ Weltfrauentag die Freiburger Fraueninititiven auf dem Rathausplatz.

Mi 09.03.\ 30 Beschäftigte des Bildungsverbandes \"Internationaler Bund\"\ treten in den Warnstreik um für ein einheitliches Tarifsystem und eine\ Tariferhöhung um 150 Euro zu demonstrieren.

Mo 14.03.\ Die 30. Montagsdemo.

Mo 21.03.\ Montagsdemo.

Mo 28.03.\ Da es in Freiburg keinen Ostermarsch gibt, erledigt dies die\ Montagsdemo auch noch. Folglich ist das Thema heute: Sozialabbau und\ militärische Aufrüstung.

Do. 31.03.\ Proteste bei einer Informationsveranstaltung über die Zukunft\ der Median-Kliniken in Bad Krotzingen. Grund sind die Forderungen der\ Geschäftsleitungen an die Beschäftigten auf Weihnachts- und Urlaubsgeld\ und zugesagte Lohnerhöhungen zu verzichten.

Sa 02.04.\ Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages protestieren auch\ in Freiburg Bauern gegen eine Rabattaktion der Supermarktkette real, bei\ der ein Liter Milch für 33 Cent verkauft werden, bei einem\ Herstellungspreis zwischen 29 und 36 Cent.

Mo 04.04.\ Die 33. Montagsdemo.

Mo 11.04.\ Die 34. Montagsdemo.

Mo 11.04.\ Warnstreiks im Öffentlichen Dienst der Länder zur Übernahme\ des Tarifabschlusses in den Kommunen und des Bundes: Mit etwa 400\ Beschäftigten beteiligen sich daran in Freiburg doppelt so viele wie\ erwartet.

Di 12.04.\ Heute schließen sich etwa 500 Beschäftigte der Uni-Klinik dem\ Warnstreik an.

Do 14.04.\ Auf einer Vollversammlung an der Uni werden Protesttage gegen\ Studiengebühren beschlossen.

Sa 16.04.\ Eltern und Kinder protestieren gegen höhere Kita-Gebühren.

Mo 18.04.\ Mit der Situation an der Uniklinik beschäftigt sich heute auch\ die 35. Montagsdemo.

Do 21.04.\ Jubeldemo für Studiengebühren! Etwa 70 Studis beteiligen sich\ an dieser Form der Kommunikationsguerilla.

Sa 23.04.\ Zwischen 300 und 1000 Menschen (so die sich widersprechenden\ Angaben) beteiligen an der Sternfahrt und den Kundgebungen gegen das\ AKW Fessenheim bei der \"Tour de Fessenheim\".

Mo 25.04.\ Wie jeden Montag: Montagsdemo!

Do 28.04.\ Nach einer Vollversammlung im Audimax ziehen etwa 600 Studis\ gegen die Einführung von Studiengebühren durch die Stadt.

Sa. 30.04.\ Mahnwache der Friedensbewegung zur Erinnerung an den\ sechzigsten Jahrestag der Niederlage Nazideutschlands.

So 01.05.\ An der größten 1. Mai Demo seit Jahren nehmen mehr als 1000\ Leute teil, davon ein großer Teil Studis.

Mo 02.05.\ Beginn des sog. \"Freiburger Frühlings\", der Proteste gegen\ Studiengebühren der Freiburger StudentInnen. Es gibt unzählige Demos und\ Aktionen und als Höhepunkt wird das Rektorat besetzt.

Di 03.05.\ Die Aktionen werden fortgesetzt, das Rektorat bleibt besetzt.

Do 05.05.\ Als das Gerücht von der Räumung des Rektorats die Runde\ macht, eilen 500 Leute herbei um dies zu verhindern.

So 08.05.\ Etwa 50 AntifaschistInnen feiern den sechzigsten Jahrestag\ der Niederlage Nazideutschlands mit Sekt und Kuchen und einer Kundgebung.

Mo 09.05.\ An einer Demonstration zur Erinnerung an den sechzigsten\ Jahrestages der Niederlage Nazideutschlands beteiligten sich etwa 200\ Menschen. Die Montagsdemo beteiligt sich.

Do 12.05.\ Warnstreiks in der Druckindustrie treffen auch die Badische\ Zeitung.

Do 12.05.\ Etwa 5000 Studis, SchülerInnen u.a. beteiligen sich an einer\ Demo gegen Bildungsabbau, die mit einer Kundgebung vor dem besetzten\ Rektorat endet. Nach der Demo blockieren noch einige Menschen die\ Kronenbrücke und verursachen einen kilometerlangen Stau.

Do 12.05.\ Im Tarifkonflikt zwischen den Beschäftigten des Öffentlichen\ Dienstes und den Ländern gehen die Warnstreiks weiter: Heute u. a. in\ der Autobahnmeisterei.

Fr 13.05.\ Heute werde drei Heimsonderschulen bestreikt.

Fr 13.05.\ Etwa 150 protestierende Studierende empfangen Bundespräsident\ Horst Köhler am Konzerthaus.

Sa 14.05.\ Etwa 1000 Leute und etliche Wagen beteiligen sich an der\ diesjährigen \"Love or Parade Parade\", die sich diesmal besonders\ gegen die drohende Räumung der \"Schattenparker\" Wagenburg wendet. Da ein\ absolut überdimensioniertes Polizeiaufgebot die Parade begleitet,\ bewegt sich die nicht angemeldete Demo als riesiger Wanderkessel durch\ Freiburg. Mehrere Personen werden dabei festgenommen.

So 15.05.\ Nach zweiwöchiger Besetzung verlassen heute die BesetzerInnen\ das Rektorat. Dies geschieht allerdings nicht weil deren Forderungen\ erfüllt wurden, sondern weil die Pfingstferien anstehen.

Mo 16.05.\ Wie jeden Montag gibt es sie auch heute, die Montagsdemo.

Mo 23.05.\ Wieder einmal sollen heute die sogenannten \"Brückenpunks\"\ polizeilich geräumt werden. Doch diese kommen der Staatsmacht zuvor und\ haben ihr Domizil unter einer Autobahnzubringerbrücke bereits verlassen.

Mo 23.05.\ Die heutige Montagsdemo handelt von \"Sozialabbau und Lohndumping\"

Mi 25.05.\ Warnstreiks im Tarifkonflikt des Automobilhandels. Mehrere\ Autohäuser werden bestreikt.

Do 26.05.\ Gut besuchte Vortragsveranstaltung von La Banda Vaga zum\ Thema: \"Studiproteste 2005. Business as usual?\"

Mo. 30.05.\ Auf der 41. Montagsdemo geht es um \"Sozialabbau und\ Managergehälter\".

Mo. 30.05.\ Etwa 100 UnterstützerInnen der Bürgerinitiative \"L 125\ voraus\", die einen vordringlichen Ausbau der Umgehungsstrasse L 125\ fordern, sorgen in und um Schallstadt für ein Verkehrschaos: 40 langsam\ fahrende Traktoren, gezielt geparkte Autos und das ständige Drücken von\ Fußgängerampeln behindern den Verkehr.

Do 02.06.\ Etwa 300 Studierende beteiligen sich an einer \"Roll-Demo\"\ gegen Studiengebühren. Nach der Blockade einer Straßenkreuzung nimmt die\ Polizei Personalien auf.

Mo 06.06.\ Montagsdemo.

Mo 13.06.\ Wie immer Montags.

Mo 13.06.\ Etwa 30 Traktoren und 50 Autos der Bürgerinitiative \"L 125\ voraus\" und der B 3-Interssengemeinschaft legen den Verkehr in Freiburg\ lahm. Anschließend veranstalten sie eine Demonstration in der Innenstadt\ mit etwa 170 Teilnehmer.

Di 14.06.\ Protestierende Studis errichten im Uni-Innenhof einen sechs\ Meter hohen Turm als \"Gipfel des Protestes\". Am 20.06. kommt ein\ \"Wider-Stand\" dazu, der über den \"Summer of Resistance\" informieren soll.

Mi 15.05.\ Ein dutzend Studierender nutzt die Eröffnungsveranstaltung\ der \"Dies Universitatis\" um den umstrittenen Rektor Jäger zu krönen und\ sich vor ihm in den Staub zu werfen. Damit soll auf seine\ Demokratiedefizite hingewiesen werden.

Do 16.06.\ 60 Mitglieder der Bürgerinitiative \"MUT\" überreichen nach\ einer Demo durch die Innenstadt dem Regierungspräsidium 500 Einwendungen\ gegen die Ausbau der Rheintalbahn. Sie fordern dagegen den Bau eines\ Tunnels.

Do 16.06.\ Aus Protest gegen Studiengebühren wird das CDU-Büro mit\ Farbbeutel beworfen und Parolen an der Uni gesprüht. Außerdem werden\ Kriegerdenkmäler mit antimilitaristischen Graffitis verschönert.

Fr 17.05.\ Die KTS gibt per Presseerklärung bekannt, dass sich der Kampf\ um ihren Erhalt gelohnt hat, denn die drohende Räumung ist vom Tisch und\ ein Mietvertrag bis Ende 2007 unterschrieben.

Mo 20.06.\ Wie jeden Montag, Montagsdemo.

Mo 20.06.\ Etwa 500 MitarbeiterInnen der Uniklinik streiken für einen am\ öffentlichen Dienst orientierten Tarifvertrag.

Mi 22.06.\ Warnstreiks im südbadischen Nahverkehr. Auch in Freiburg\ bleiben S-Bahnen der privaten Anbieter im Depot. Es geht gegen längere\ Arbeitszeiten und für mehr Lohn.

Do 23.06.\ Landesweite Warnstreiks und Demonstrationen der\ Landesbeschäftigten gegen die Pläne der Regierung die Arbeitszeit von\ 38,5 auf 41 Stunden zu erhöhen, aber dafür das Urlaubs- und\ Weihnachtsgeld zu kürzen. Auch an der Uni-Klinik wird gestreikt.

Sa 25.06.\ Die Polizei verhindert ein rechtes Skinkonzert in Bötzingen\ zu dem 150 Personen angereist waren.

Sa 25.06.\ Etwa 400 TierschützerInnen demonstrieren gegen den geplanten\ Neubau einer Tierhaltungsanlage der Uni. Zwei Aktivisten besetzten einen\ Baukran, verlassen ihn aber zwei Tage später freiwillig wieder.

So 26.06.\ Etwa 100 DemonstrantInnen besetzen für einen Nachmittag die\ Schlierbergwiese um gegen den geplanten Bebau des Hangs zu protestieren.

Mo 27.06.\ Wie immer Montagsdemo

Mo 27.06.\ An der Uniklinik bleiben die Spezialambulanzen aus Protest\ gegen geplante Einschnitte in Lohn und Arbeitsbedingungen geschlossen.

Mi 29.06.\ Ein Verfahren gegen einen Studenten, der im Januar letzten\ Jahres im Rahmen der Studierendenproteste das CDU-Büro besetzt, wird vor\ Gericht eingestellt. Der Richter konnte kein Hausfriedensbruch feststellen.

Mi 29.06. - Fr 01.07.\ Etwa 30 KurdInnen treten aus Protest gegen die\ sich zunehmend verschärfende Situation in der Türkei in den Hungerstreik.

Mo 04.07.\ Montagsdemo

Fr 08.07.\ Etwa 200 Assistenz- und OberärztInnen der Uniklinik beteiligen\ sich an einem einstündigen Warnstreik.

Mo 11.07.\ Wieder ist es Montag und wieder wird gegen den Sozialabbau\ demonstriert.

Mo. 18.07.\ Dieses mal geht es bei der Montagsdemos um Sozialabbau in\ anderen Ländern.

Do. 21.07.\ In einem erneuten Prozess um die Hausbesetzung in der Basler\ Strasse wird einem Angeklagten eine Verwarnung mit Strafvorbehalt\ ausgesprochen.

Mo. 25.07.\ Montagsdemo

Di. 26.07.\ 60 Beschäftigte des Kaufhofs treten für 2,5 Stunden in einen\ Warnstreik. Damit soll Druck auf die Tarifverhandlungen ausgeübt werden.

Mo. 01.08.\ Jubiläum!! Die 50. Montagsdemo!

Mo. 01.08.- Fr. 05.08.\ Streik der Assistenzärzte im Uniklinikum gegen\ die miesen Arbeitsbedingungen, die nun vom Land noch mal verschlechtert\ werden sollen. In diesem Rahmen demonstrieren etwa 300 Menschen am\ Mittwoch, dem 03.08. in der Innenstadt, außerdem gibt es die ganze Woche\ über vielfältige Aktionen.

Fr. 05.08.\ Zum Gedenken an den Atombombenabwurf in Hiroshima versammeln\ sich 100 Menschen zur \"Nacht der 100 000 Kerzen\".

Mo. 08.08.\ Auch nach dem Jubiläum geht es jeden Montag weiter.

Mo. 15.08.\ Ein weiteres Jubiläum: Ein Jahr Montagdemos!

Mo. 22.08.\ Proteste ohne Ende: Montagsdemo.

Mi. 24.08.\ Zu einer Schweigeminute für die Opfer von\ Menschenrechtsverletzungen in der iranischen Partnerstadt von Freiburg,\ Isfahan, treffen sich 17 Mitglieder der Jungen Union. Sie fordern, die\ Städtepartnerschaft ruhen zu lassen.

Mo. 29.08.\ Wieder Montagsdemo.

Do. 01.09.\ Zum Antikriegstag treffen sich knapp 50 Menschen um gegen\ weltweite Kriege zu protestieren.

Mo. 05.09.\ Es ist wieder Montag.

Di. 06.09.\ An der Uniklinik streiken die Assistenzärzte erneut gegen\ ihre schlechten Arbeitsbedingungen.

Mo. 12.09.\ Montagsdemo.

Mo. 19.09.\

  1. Freiburger Montagsdemo.

Mo. 26.09.\ Heute wendet sich die Montagsdemo gegen Ein-Euro-Jobs und\ Lohndumping.

Mo. 26.09.\ Unverwüstlich! Die Montagsdemo.

Do. 29.09.\ Zum Start des Kinofilms \"Paradise Now\", in dem unkritisch und\ verständnisvoll das Leben zweier palästinensischer Selbstmordattentäter\ dargestellt wird, verteilen AktivistInnen Flugblätter vor dem Kino. In\ diesen wird v. a. auf die antisemitische Rezeption des Films in\ Deutschland verwiesen. Die Aktion wird in den folgenden Tagen fortgesetzt.

Sa. 01.10.\ Nach einer Schlägerei in der Innenstadt werden vier\ polizeibekannte Rechtsradikale von der Polizei festgenommen. Nach dem\ sie wieder auf freien Fuß kommen, werden sie angeblich mit\ Baseballschlägern attackiert.

Mo. 03.10.\ Die heutige Montagsdemo richtet sich gegen Privatisierungen.

Mi. 05.10.\ Nachdem die Tarifverhandlungen an den baden-württembergischen\ Unikliniken an den Forderungen der Klinikleitungen nach einer 41 Stunden\ Woche, Streichung des Urlaubsgeldes und Kürzung des Weihnachtsgeldes\ gescheitert sind und nachdem sich in einer Urabstimmung über 90 Prozent\ der gewerkschaftlich organisierten KollegInnen für einen Streik\ entschieden haben, legen etwa 1000 Beschäftigte der Freiburger\ Uniklinik die Arbeit nieder. Etwa 600 davon beteiligen sich an\ einer Kundgebung. An den folgenden Tagen wird der Streik fortgesetzt.

Mo. 10.10.\ Die 60. Montagsdemo gegen Hartz 4 und Sozialabbau feiert ihr\ Jubiläum mit einer Luftballonaktion.

Mi. 12.10.\ Heute beteiligen sich mehr als 1100 Beschäftigte der\ Uniklinik an Streikkundgebungen.

Sa. 15.10.\ Der bisher heftigste Streik an der Uniklinik wird durch ein\ Verhandlungsergebnis, das eine nach Alter gestaffelte Arbeitszeit von 38\ bis 39 Stunden pro Woche, eine jährlich Lohnerhöhung von 390, bzw. 300\ Euro und die Zusammenführung von Weihnachts- und Urlaubsgeld auf 88\ Prozent eines Monatslohns, beendet. Ver.di feiert den Abschluss\ als großen Erfolg, während die Landesregierung vergeblich versuchte die\ Zustimmung der Uniklinikleitungen zu verhindern.

Mo. 17.10.\ Auch wenn sich alles ändert, eines bleibt doch immer: Die\ Montagsdemo.

Mi. 19.10.\ Nur ein paar Tage nach dem Ende des Streiks an der Uniklinik\ protestieren die Ärzte mit einem Deutschlandweiten Protesttag, u. a.\ auch auf dem Freiburger Rathausplatz.

So. 23.10.\ Etwa 80 Menschen beteiligen sich am Gurs-Mahnmal an der\ Gedenkveranstaltung zur Deportation der badischen Juden vor 65 Jahren.

Sa. 29.10.\ Etwa 150 DemonstrantInnen demonstrieren gegen die Festung\ Europa im Allgemeinen und die Ereignisse in den spanischen Enklaven\ Ceuta und Mellila im Besonderen. Als die Demo zur ihrer\ Abschlusskundgebung auf eine Hochzeit von Burschenschaftlern im vollen\ Wichs stößt, werden die Feiernden entsprechend begrüßt, wobei eine\ Person in Gewahrsam genommen, wird da sie ein öffentliches Ärgernis\ erregt haben soll.

Sa. 29.10.\ Mehrere hundert Personen besetzen eine leerstehende Halle und\ feiern dort eine Party, um auf den Leerstand von Häusern in Freiburg\ hinzuweisen.

Mo. 31.10.\ Sozialer Widerstand mit langem Atem: Montagsdemo.

Mo. 07.11.\ Siehe vorherige Meldung.

Mi. 09.11.\ Mehr als 400 Menschen gedenken den Opfer der Reichspogromnacht.

Mi. 09.11.\ Etwa 30 ÄrztInnen schließen aus Protest gegen den \"gläsernen\ Patienten\" und die Verschlechterung der medizinischen Versorgung ihre\ Praxen und informieren die PassantInnen in der Innenstadt.

Mi. 09.11.\ Nach einer Vollversammlung an der Uni, demonstrieren etwa\ 300 Studierende gegen Studiengebühren und besuchen dabei die CDU,\ diverse Banken und das Rektorat. Dabei kommt es zu Rangeleien mit der\ Polizei.

Do. 10.11.\ Mehr als 4000 Studierende demonstrieren auf Rollen und Rädern\ gegen die geplante Einführung von Studiengebühren. An der PH und KFH\ wird sogar gestreikt.

Do. 11.11.\ Unbekannte sprühen auf das \"Germania\" genannte\ Gefallenendenkmal auf dem Hauptfriedhof \"Wenn die Täter Trauer tragen\"\ und verzieren sie entsprechend um gegen die deutsche Gedenkkultur zu\ protestieren. Laut Stadtverwaltung passiert dies jedes Jahr kurz vor dem\ sog. \"Volkstrauertag\".

Mo. 14.11.\ Wie immer Montags: Montagsdemo.

Di. 15.11.\ Auf Einladung von La Banda Vaga und der FAU spricht die\ Generalsekretärin der \"Industrial Workers of the World\" über die\ US-Arbeiterbewegung und die Geschichte der IWW.

Fr. 18.11.\ Etwa 200 Beschäftigte der Telekom protestieren gegen die\ geplanten Abbau von bundesweit 32 000 Stellen.

Fr. 18.11.\ 50 Traktoren protestieren in Bad Krozingen für mehr\ Lärmschutz beim Neubau von Zugstrecken. Anlass war eine \"Lärmkonferenz\"\ im Kurhaus.

Mo. 14.11.\ Montagsdemo.

Mo. 21.11.\ Wieder Montagsdemo.

Fr. 25.11.\ Vor der entscheidenden Gerichtsverhandlung über den\ Wagenplatz in St. Georgen verlassen die Schattenparker den Platz\ und besetzen ein Gelände der Firma Rhodia. Die Polizei bricht ihre\ Zusagen über einen freien Abzug und beschlagnahmt die Wagen und\ verhaftet fünf Personen.

So. 27.11.\ Aktionen der Schattenparker auf dem Weihnachtsmarkt.

Mo. 28.11.\ Die Schattenparker fordern vor und im Rathaus ihre Wagen\ zurück und einen Platz zum Leben.

Mo. 28.11.\ Wie jeden Montag. Montagsdemo.

Mo. 28.11.\ Jugendliche aus Betzenhausen protestieren im Rathaus für das\ Jugendzentrum Chummy, dem von der Stadt erneut die Zuschüsse gestrichen\ werden sollen.

Fr. 2.12.\ Etwa 400 Menschen protestieren mit phantasiereichen\ Aktionen wie Weihnachtsliedersingen vor dem Rathaus und Wägler und\ Gendarm spielen für einen neuen Wagenplatz der Schattenparker.\ Die Polizei tut alles um dies zu verhindern und kesselt die\ DemonstrantInnen bereits vor Beginn der Aktion ein. Erst nach\ Verhandlungen kann eine Kundgebung abgehalten werden und die Aktionen\ folgen. Auf dem Weihnachtsmarkt werfen Betrunkene Flaschen auf die\ Polizei und verletzten dabei eine Touristin, eine Demonstrantin\ und einen Beamten. Als gegen Ende der Aktionen eine Auto in den\ Demonstrationszug fährt und es zu Auseinandersetzungen mit dem Fahrer\ kommt, nimmt das Polizeigroßaufgebot 120 Personen in Gewahrsam.

Fr. 2.12.\ An der Freiburger Uniklinik protestieren Mediziner mit einer\ aktiven Mittagspause gegen ihre Arbeitsbedingungen.

Sa. 3.12.\ Die Schattenparker besetzen eine brachliegende Fläche im\ Vauban. Ein Großaufgebot der Polizei räumt die Wagenburg, beschlagnahmt\ erneut die Wagen und nimmt vier Personen in Gewahrsam. Einige hundert\ SympathisantInnen sind machtlos angesichts der staatlichen\ Gewaltdemonstration.

Mo. 5.12.\ Landesweiter Aktionstag von ver.di gegen die geplante\ Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich für\ Landesbeschäftigte. In Freiburg streiken etwa 550 Beschäftigte der\ Stadt, der Universität, des Studentenwerks und der Autobahnmeisterei.\ Etwa 200 MitarbeiterInnen der Uni protestieren mit einer Kundgebung vor\ der Uni und 300 weitere Beschäftigte auf dem Rathausplatz.

Mo. 5.12.\ Warnstreik bei Kaufhof um Druck in den Tarifverhandlungen zu\ machen, allerdings kam es zu keinerlei Beeinträchtigung des Betriebs.

Mo. 5.12.\ Polizeischutz für das Rathaus. Einige Wägler protestieren vor\ dem Rathaus mit einer Mahnwache, was zu einer weiteren Räumung durch die\ Polizei führt.

Do. 08.12.\ Agit-Prop und kurzes Solikonzert von Guts Pie Earshot auf dem\ Augustinerplatz für die Schattenparker. Etwa 150 SympathisantInnen\ lauschen den leider nur akustisch vorgetragenen Songs, da die Polizei\ elektronische Verstärkung verboten hat.

Sa. 11.12.\ Um die riesigen Polizeiaufgebote ad absurdum zu führen\ kündigten die Schattenparker für heute eine Demo an, die aber nicht\ stattfand. Trotzdem ist die Stadt grün.

Mo. 12.12.\ 600 MitarbeiterInnen der Telekom protestieren gegen den\ geplanten Abbau von 32.000 Stellen bei dem florierenden Konzern.

Mo. 12.12.\ Kein \"blauer Montag\" für die MontagsdemonstrantInnen.

Mi. 14.12.\ Die meisten Kinderarztpraxen bleiben heute zu, da die\ ÄrztInnen nach Stuttgart zu einer Protestveranstaltung gegen die\ Gesundheitspolitik fahren.

Mi. 14.12.\ Auf dem Vauban-Gelände werden weitere Wagen der\ Schattenparker beschlagnahmt.

Do. 15.12.\ Etwa 40 Studis versuchen am Tag als in Stuttgart die\ Einführung von allgemeinen Studiengebühren beschlossen wird, das\ Rektorat zu besetzen. Doch der Versuch schlägt fehl und so nimmt\ die Polizei die Personalien auf und der Rektor erstattet Anzeige.\ Nachdem protestieren etwa 120 Studierende vor dem Rektorat gegen das\ repressive Vorgehen und natürlich gegen Studiengebühren und abends\ protestieren noch mal 50 Leute in der Innenstadt.

Do. 15.12.\ Erstes Freiburger Radioballett zugunsten der Schattenparker.\ Als zur Einleitung Sylvesterraketen abgefeuert werden, wird eine Person\ in Gewahrsam genommen.

Sa. 17.12.\ Etwa 800 Menschen demonstrieren friedlich für einen neuen\ Wagenplatz, nur die Polizei kann ihre Eskalationslinie nicht völlig\ unterdrücken und setzt Schlagstöcke gegen die Demo ein.

Mo. 19.12.\ Montagsdemo

Mi. 21.12.\ Eine Karawane von 11 zu Wohnmobilen umgebauten Einkaufswagen\ fordert mit der Unterstützung von ca. 80 SympathisantInnen einen neuen\ Wagenplatz und die Herausgabe der beschlagnahmten Wagen.

Fr. 23.12.\ Etwa 20 Leute protestieren vor dem Abschleppunternehmen Bauer\ für die Herausgabe der Wagen.

Sa. 24.12.\ Fackelzug von 25 Leuten für die Forderungen der Schattenparker.

Sa. 31.12.\ Etwa 50 SympathisantInnen der Schattenparker besetzen eine\ leerstehende Halle für eine Sylvesterparty.