In dem Workshop werden wir auf aktuelle AnsĂ€tze zu einer Alternative zum fossilen Kapitalismus eingehen. Wir möchten anschlieĂend gemeinsam mit euch Fragen der Ăkologie, der Reichtumsverteilung und eines erstrebenswerten politischen Systems, diskutieren. Es wird Snacks geben. Es sind keine Vorkenntnisse nötig!
Wie haben einen Beitrag fĂŒr den Postwachstum Blog geschrieben: Warum wir fĂŒr eine Ăberwindung des Wachstumszwangs, der Naturzerstörung und den sozialen Ungleichheiten im Neoliberalismus radikal anders denken mĂŒssen. https://www.postwachstum.de/author/la-banda-vaga
GrĂŒndung und Aufruf zur Mitwirkung im Internationalen SolidaritĂ€tskomitee fĂŒr die Selbstverwaltung in Argentinien. Kontaktiert fĂŒr weitere Infos auf Deutsch gruppe_arbeitszeit@riseup.net oder solidaridadERT@proton.me (Spanisch/Englisch).
Am 16.05. startet unsere Veranstaltungsreihe: Mehr Plan wagen! Demokratische Planwirtschaft in Zeiten der Klimakatastrophe mit einem Vortrag von uns zum Thema: Notwendigkeit einer Planwirtschaft in Zeiten der Klimakatastrophe um 20 Uhr im Susi Cafe in der Vauban-Allee 2 a.
ZunÀchst möchten festhalten, dass wir es gut finden, dass die Genoss_innen diese Debatte eröffnet haben. Uns scheint es wichtig, solche Themen gemeinsam zu diskutieren.
Konkret zur Sache, möchten wir folgendes sagen: Uns sind die Geschehnisse in Berlin am 7. Oktober zum Zeitpunkt unserer Zusage einen Vortrag zum Thema âThesen zum Islamismus. Versuch einer materialistischen Analyse aus sozialrevolutionĂ€rer Perspektiveâ auf dem Kongress âAntifa out of line â Kongress gegen die autoritĂ€re Formierungâ zu halten, nicht bekannt gewesen und wir verurteilen sowohl die staatlichen Repressionen gegen pro-palĂ€stinensische Gruppen, als auch das Bejubeln derselben durch scheinbare Linke. Auch wenn wir sicher nicht alle Inhalte der pro-palĂ€stinensischen Gruppen teilen, stellen solche Repressionen einen Angriff auf uns alle dar. Und wĂ€re die BefĂŒrwortung von solchen staatlichen MaĂnahmen eine Position der Organisator_innen des Kongresses, wĂ€re dies tatsĂ€chlich ein guter Grund die Teilnahme zurĂŒckzuziehen. Wir sehen das aber nicht als klar gegeben an.
Wir sind der Meinung, dass Diskussion und Debatte innerhalb der Linken richtig und wichtig sind und finden die Tendenz zur Einengung der Debattenkultur gefĂ€hrlich. Wir sehen innerhalb der radikalen Linken eine bedenkliche Entwicklung, Diskussionen nur noch innerhalb sehr enger Grenzen zuzulassen. Wer andere Meinungen vertritt, egal aus welchen GrĂŒnden, wird als Feind betrachtet. Dies halten wir fĂŒr falsch. Auch wenn wir andere Meinungen vertreten, so muss es doch möglich sein mit anderen Strömungen der Linken zu diskutieren, egal ob anarchistischen, marxistisch-leninistischen oder sozialrevolutionĂ€ren. Eine Diskussion bedeutet nicht die andere Position zu ĂŒbernehmen, sondern die eigene klarzumachen und auch an der anderen Positionen zu schĂ€rfen. Wir machen uns nicht mit den Positionen der anderen Gruppe gemein nur weil wir mit ihr sprechen. Dies betrifft besonders stark umstrittene Themen, wie auf dem Kongress geplant, etwa das VerhĂ€ltnis der radikalen Linken zum Islamismus.
Wo wir allerdings an den Kritiken am Kongress mitgehen können ist der Punkt, dass es doch deutliche Auslassungen gibt. Das sich die autoritĂ€re Formierung des deutschen Staates momentan in erster Linie an der Repression gegen PalĂ€stina-solidarische Gruppen manifestiert, etwa an Verboten von Demonstrationen, Kongressen, Gruppen usw. wird völlig ignoriert. Doch obwohl wir diese Auslassung und auch noch weitere Leerstellen, die das Kongressprogramm fraglos hat, fĂŒr falsch halten, denken wir doch, dass diese Punkte auf den Podien, Workshops und VortrĂ€gen eingebracht werden können und solange uns dies möglich scheint, finden wir eine Teilnahme sinnvoll. Denn auch wenn die Diskussionen zwischen den zwei Polen âanti-imperialistischâ und âanti-deutschâ mittlerweile seit ca. 30 Jahren gefĂŒhrt werden, glauben wir, dass sie weiterhin innerhalb einer pluralen Linken sinnvoll sind. Wir begreifen uns dabei weder als Teil der einen noch der anderen, sondern vielmehr als SozialrevolutionĂ€r_innen, fĂŒr welche der Klassenstandpunkt der entscheidende, sowie die Ăberwindung der Klassengesellschaft das erklĂ€rte Ziel ist. Inwiefern es sich bei dem Kongress tatsĂ€chlich um eine âQuerfrontâ zwischen militarisierten Staat und staatstragender Linke handelt und er sich als âStichwortgeber der Repression und Verfolgungâ andient, werden wir vor Ort beurteilen. D.h. trotz aller Kritik werden wir unseren Vortrag âZur materialistischen Analyse des Islamismus aus sozialrevolutionĂ€rer Perspektiveâ auf dem erwĂ€hnten Kongress halten, in dem Wissen, dass wir sehr viele Differenzen mit den Organisator_innen als auch dem Publikum haben werden.
Freitag, 11. April 2025, 20 Uhr, Linkes Zentrum, GlĂŒmerstr. 2 in Freiburg
Die russische Invasion in der Ukraine hat fĂŒr groĂe Verwirrung in der Linken gesorgt: Die NATO gilt vielen plötzlich als Schutzmacht der Schwachen und UnterdrĂŒckten, die ukrainische Armee wird als antifaschistische Guerilla inszeniert, der man Opfer und Waffen bringen mĂŒsse. Ăber Nacht scheint der westliche Imperialismus rehabilitiert. Die NATO-Staaten konnten ohne nennenswerten Widerstand zur massiven AufrĂŒstung ĂŒbergehen; es liegt mehr als ein Hauch von Vorkrieg in der Luft.
Sonntag, 6. April 2025 – 16:00Uhr in der Belfortstr. 24 in Freiburg
Konf Raum 1 des Stura(rechts neben dem Eingang)
Gerne wĂŒrden wir mit Euch einige Texte von Theoretiker*innen diskutieren, die uns bei der zeitgemĂ€Ăen Analyse und der Kritik der Gesellschaft helfen können. Dabei wollen wir uns auf Schriften konzentrieren, die vom âoffiziellen Marxismusâ abweichen und sich als antistaatlich und antiautoritĂ€r verstehen. Viele dieser Schriften sind in Vergessenheit geraten und auch innerhalb der Linken kaum noch prĂ€sent. Um dieser linken Geschichtsvergessenheit entgegenzuwirken und den Diskussionsprozess ĂŒber undogmatische Traditionen revolutionĂ€ren Denkens zu stĂ€rken, haben wir einige Texte u. a. des westlichen Marxismus, des Situationismus, der Kritischen Theorie, des RĂ€tekommunismus und einigen mehr zu einem Reader zusammengestellt. Die einzelnen Texte wĂŒrden wir gerne mit Euch jeden ersten Sonntag im Monat im Konf Raum 1 (rechts neben dem Eingang) in der Belfordstr. 24 um 16 Uhr diskutieren. Den Reader bekommt Ihr gerne von uns als PDF zugeschickt. Schreibt uns einfach an folgende Adresse: info@labandavaga.org. Beim vierzehnten Treffen am 06.04.2025 lesen wir Texte von Johannes Agnoli.